Kimarite – Die 70 Siegestechniken
Insgesamt gibt es 70 Techniken (kimarite), mit denen man einen Sumokampf gewinnen kann. Man kann die Techniken in zwei große Gruppen unterteilen und unterscheidet zwischen Yotsu-zumo und Tsukioshi-zumo.
Yotsu-zumo bezeichnet die Kampfführung am Mawashi (Gürtel) des Gegners. Yotsu bedeutet vier und steht für die vier Hände am Gürtel. Beim Yotsu-zumo sind allerdings sämtlich Wurftechniken enthalten, nicht nur Würfe, bei denen man den Körper des Gegners gefasst hat.
Tsukioshi-zumo wird von Rikishi praktiziert, die Schläge und Stöße bevorzugen und den Griff am Mawashi meiden.
Sumotori, die Tsukioshi-zumo bevorzugen, sind oft schlecht im Kampf am Gürtel. Deshalb versuchen sie möglichst schnell zu gewinnen, bevor ihr Gegner sie am eigenen Mawashi greifen kann. Echte Spitzen-Sumotori haben zwar ihre Vorlieben, können aber in beiden Stilarten gewinnen.
Die Unterschiede zwischen den 70 Techniken richten sich meist danach ob beide stehenbleiben, nur der Verlierer zu Boden geht, oder ob beide fallen. Die Griffe oder Stöße sind ansonsten identisch. Ungefähr 40% aller Kämpfe werden mit Yori-kiri entschieden, danach folgen mit großen Abstand das „Hatakikomi“ auf Platz zwei und das Oshi-dashi auf Rang drei. Die übrigen Techniken werden nur höchst selten verwendet, manche sogar überhaupt nicht.
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Tsuki-dashi (Herausstoßen): Im schnellen Wechsel werden die Handflächen gegen den Kontrahenten geschlagen, der dadurch gezwungen wird, den Ring zu verlassen.
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Tsuki-taoshi: Ähnlich den Tsuki-dashi, nur dass der Verlierer entweder innerhalb oder außerhalb des Ringes zu Boden fällt.
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Oshi-dashi: Beim Oshi-dashi wird der Gegner mit einer oder mit beiden Händen aus dem Ring gestoßen. Nur eine Hand reicht. Selbst wenn die zweite Hand am Mawashi ist, zählt die Technik als Oshi-dashi, wenn der entscheidende Impuls durch den Stoß mit der freien Hand kommt.
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Oshi-taoshi: Der Gegner wird aus dem Ring gestoßen, aber im Gegensatz zum Abise-taoshi und Yori-taoshi fallen nicht beide, sondern nur der Verlierer.
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Yori-kiri: Das ist die erfolgreichste und beliebteste Technik. Mit ihr werden die meisten Kämpfe entschieden. Ein Rikishi hat beide Hände am Mawashi des Gegners und drängt oder schiebt im Vorwärtsgang aus dem Dohyo.
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Yori-taoshi: ist ähnlich dem Yori-kiri, nur dass der Verlierer durch die Kraft des Angreifers nach draußen stürzt und der Sieger auf ihn drauf fällt.
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Abise-taoshi: ist wie Yori-taoshi, nur dass beide Ringer innerhalb des Ringes zu Fall kommen.
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Shitate-nage: Das ist der Unterarmwurf. Er unterscheidet sich vom Uwate-nage dadurch, dass der Gürtel unter der Achsel des Gegners gegriffen wird. Mit diesem Griff erfolgt dann der Wurf.
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Uwate-nage: Das ist der Überarmwurf und die erfolgreichste Wurftechnik. Der Werfer greift von außen an den Mawashi und blockiert dabei den Arm des Gegners, der dann zu Boden geschleudert wird.
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Kote-nage
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Sukui-nage: Das ist ein Armwurf, ohne den Griff am Gürtel zu haben. Der Angreifer fasst mit einer Hand genau zwischen die Schulterblätter des Gegners. Durch Drehung des eignen Körpers wird der Kontrahent zu Fall gebracht.
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Dashi-nage
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Koshi-nage
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Kubi-nage: Das ist ein Wurf bei dem der Kopf mit einem Arm eingeklemmt und der Rikishi durch Körperdrehung geworfen wird.
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Ippon-Zeoi
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Nicho-nage
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Yagura-nage
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Kake-nage
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Tsukami-nage
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Uchi-gake: Das ist das „Innere Einhängen“. Es ist ähnlich dem Soto-gake, nur wird dabei das Bein nicht von außen, sondern von innen „gesichelt“.
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Soto-gake: Das ist das „äußere Einhängen“. Es ist ein Griff mit beiden Händen am Mawashi, wobei mit dem rechten Bein das linke des Gegners (oder umgekehrt) durch Einhaken von außen „weggesichelt“ wird.
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Chona-gake
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Kiri-kaeshi (Zug nach hinten): Dabei stellt der Sumotori von der Seite ein Bein hinter den Gegner, um dessen Gleichgewicht nach hinten zu brechen.
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Kawazu-gake
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Ke-kaeshi
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Keta-guri
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Mitokoro-zeme
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Watashi-komi
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Nimai-geri
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Komata-sukui
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Soto-komata
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Omata
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Tsuma-dori
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Ashi-tori
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Susa-tori
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Suso-harai
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I-zori
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Tasuki-zori
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Kake-zori
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Tsuki-otoshi: Das ist ein Konter gegen Stöße. Ein Sumotori, der mit Schlägen angegriffen wird, verteidigt sich durch eine schnelle Ausweichbewegung, bekommt seinen Gegner von der Seite zu fassen und kann ihn von da aus selbst mit Stößen nach draußen zwingen.
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Maki-Otoshi
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Tottari
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Saka-tottari
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Kata-sukashi
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Soto-muso
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Uchi-muso
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Zubu-neri
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Uwate-hineri
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Shitate-hineri
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Ami-uchi
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Saba-ori
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Harimage-nage
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Kaina-hineri
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Gassho-hineri
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Kubi-hineri
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Hiki-otoshi. Hiki-otoshi ist manchmal schwer vom Tsuki-otoshi zu unterscheiden. Hierbei wird der Gegner nach dem Ausweichen nicht durch Stöße, sondern durch Zufassen an den Armen oder auch am Gürtel zu Boden geworfen.
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Hikkake
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Hitaki-komi: Der Angreifer drückt seinen Gegner am Arm, an der Schulter, am Nacken oder auch an den Händen zu Boden. Dieser Griff wird oft beim Tachiai angesetzt. Der Gegner stürmt aus der Hocke nach vorne, sein Gegenüber macht einen Schritt zur Seite und lässt seinen Kontrahenten geschickt ins Leere laufen.
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Tsuri-dashi: Es handelt sich hier um das „Heraustragen“ des Gegners. Dieser wird mit beiden Händen am Mawashi hochgehoben und außerhalb des Ringes wieder abgestellt.
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Tsuri-nage
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Tsuri-otoshi: Das „Hochheben und auf den Boden legen“, ist ein ähnlicher Griff wie das Tsuri-dashi, nur dass der Gegner nicht Herausgetragen, sondern auf den Boden gelegt wird.
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Okuri-dashi
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Okuri-taoshi
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Wari-dashi
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Uttchari: Beim uttchari (Ausdreher) kontert ein Sumotori, der fast schon selbst herausgedrängt wurde, seinen Gegner am Ringrand, indem er sich im letzten Augenblick herumdreht und den Gegner durch seinen eigenen Schwung aus dem Ring dreht.
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Kime-dashi: Beim Kime-dashi klemmt ein Sumotori die Arme seines Gegners von außen wie in einem Schraubstock ein und zwingt ihn so nach draußen.
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Kime-taoshi
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Yobi-modoshi
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Isami-ashi
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70
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Koshi-kodake
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